Vaurien Worlds 2016

Bericht von Jan Schilling

Nachdem die Nebelschwaden, welche bei unserer Ankunft noch den Blick auf den Atlantik verdeckten, endlich verflogen waren, war endlich alles bereit für die 55. Vaurien Worlds, ausgetragen in Viana do Castelo

Quelle: Internet

Nachdem die Nebelschwaden, welche bei unserer Ankunft noch den Blick auf den Atlantik verdeckten, endlich verflogen waren, war endlich alles bereit für die 55. Vaurien Worlds, ausgetragen in Viana do Castelo, Portugal. Da wir bereits eine Woche vor Beginn der Worlds, angereist waren, hatten wir noch genug Zeit die 90.000 Einwohner Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen. Neben diversen maritimen Ausstellungsstücken, zum Beispiel einem Krankenhausschiff, war auch die Altstadt, welche sich in der Nähe des Hafens befindet, einen Besuch wert. Am 23. und 24.7. begannen die Worlds dann, mit der Vermessung. Nach einer gründlichen Überprüfung aller Schiffe wurde dann das Auslaufsignal für das Practise-Race gegeben. Am Abend wurden wir mit Bussen zum Hauptbahnhof gebracht, von wo aus die Eröffnungsfeier startete. Begleitet von lauten Trommeln, zogen wir in Nationen aufgeteilt durch die Altstadt, bis zum Rio Lima. Dort wurde der offizielle Teil der Begrüßung abgehalten. Bei knalliger Sonne und wenig Schatten, waren wir alle sehr froh, dass nicht alle der ca. 40 Vertreter der Stadt, der Verbände und ähnlichem, eine Rede hielten. Im Anschluss gab es am Club noch einen kleinen Snack bevor es zurück zum Campingplatz ging. An den darauf folgenden Tagen, war der erste Start jeweils für 1 Uhr angesetzt. Gesegelt wurde auf dem offenen Atlantik, auf Höhe des Nordstrandes, jeweils ein Dreieck und eine Schleife pro Wettfahrt. Die Zielzeit von einer Stunde wurde dabei in der Regel recht gut getroffen. Nach 3 Wettfahren bei je 3-5 Windstärken Böen bis 6 und ca. 3m Welle, waren wir alle ein wenig Erschöpft. Nachdem am 26.7. dann auch noch ein Boot der deutschen Flotte schwer beschädigt wurde, war das gemeinsame Dinner mit den anderen Nationen leider ein wenig kurz für uns. Am Ruhetag hieß es Boot reparieren. Wie günstig, dass der Bootsbauer selbst an der Veranstaltung teilnahm und sich bereiterklärte die Boote zu reparieren. Nach ca. 6 Stunden Bootsreparatur, war dann von dem Schaden so gut wie nichts mehr zu sehen. Somit stand den nächsten Wettfahrten nichts mehr im Wege. Die stürmischen Winde von 8 Beaufort am Ruhetag wirkten sich auch auf die letzten Wettfahrtage aus. Somit hatten wir auch mal 5-6 Beaufort als Grundwindstärke. Die Welle blieb jedoch, aufgrund der nördlichen Winde bei ca. 3 Metern. Nach den 4 erfolgreichen Segeltagen, mit je 3 Wettfahren, sah es am letzten Tag leider nicht mehr so gut aus. Bereits morgens war erneut alles in Nebel gehüllt. Somit konnten die letzten 3 der 15 ausgeschriebenen Wettfahren leider nicht mehr gesegelt werden. Mit 12 Wettfahren waren jedoch die meisten Segler auch recht zufrieden. Am Abend des 30.7. war es dann an der Zeit die Sieger zu ehren. Insgesamt wurde um 5 Einzelpreise (die Einzelwertung, die Jugendwertung, die Masterwertung, die Damenwertung, die Holzwertung) und den Nationenpokal gesegelt. Weltmeister wurden Michiel Sickler und Kristy de Leeuw aus den Niederlanden, die Jugendweltmeister des Vorjahres. Das Deutsche Team lag mit den Einzelpositionen 18, 40, 53 und 56 so gut, dass es in dem 87 Schiffe großen Feld den Nationenpokal ersegeln konnte. Somit hat sich die Strecke von 2200 Km für die 4 Crews auch im Ergebnis gelohnt. Das einzige Ärgernis war, dass das 5. deutsche Schiff aufgrund gesundheitlicher Probleme leider Zuhause bleiben musste. Besonders groß ist nun die Vorfreude auf die nächsten 2 Jahre. 2017 finden die Vaurien Worlds in Polen, am Gudowo Lake und 2018 in Deutschland, im Rahmen der Travemünder Woche statt, sodass davon ausgegangen werden  kann, dass die Anzahl Deutscher Schiffe auf der WM in den nächsten beiden Jahren wieder deutlich höher liegen wird.

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