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YCP - Regattabericht

Regatta-Team „Freizheit“ segel die Warnemünder Woche

YCP - Regattabericht Warnemünder Woche

Montag, der 9. Juli 13 Uhr, Flussmündung der Warnow, 22 Knoten aus 300 Grad, Böen bis 28, Sonnenschein. Die Luvtonne liegt fast auf Amwindkurs. So formieren sich die ORC3-Yachten der Warnemünder Woche 2018 auf Steuerbordbug in Reihe und Glied an der Startlinie. Bis auf die Freizheit. Eine Minute bis zum Start. Freizheit hat ihre Position in Lee der Startlinie erreicht und segelt in ihrer Verlängerung auf diese zu, auf Backbordbug. „Raum“, klingt’s dezent und das am Schnürchen aufgereihte Steuerbord geneigte Feld wird aufgemischt. Freizheit hat Raum. 10 Sekunden vor dem Start, Tack, Freizheit wendet und legt sich an die Spitze des Feldes.

Es folgt ein ambitionierter Ritt am Wind, harte Arbeit für die Trimmer, Luke Schmieding an der Genua, Hartmut Elste an der Großschot. Skipper Manfred und Mattis Franken entscheiden sich beim Abfallen für den großen Spi. Schnelligkeit und Koordination zwischen Bowman Linus Döpp und Trimmer Luke Schmieding sowie Skipper und Springer Mattis Franken sind gefragt. Die Wellen sind perfekt und bringen die Yacht schnell ins Gleiten. 18,73 Knoten, neuer Speed-Rekord auf der Freizheit! Vor Bornholm führt das Team mit so viel Vorsprung, dass kein anderes Schiff mehr in Sicht ist.

Und dann kommt sie, die befürchtete Flaute, und mischt die Karten neu. Und es geschieht, was immer passiert auf Downwind-Kursen. Der Wind setzt langsam wieder ein und die Hinteren bekommen ihn zuerst. Sie schieben heran und, wenn das Feld eng genug zusammen ist und auch die Führenden wieder eine Brise erwischen, lernen die Verfolger aus der Beobachtung der Windfelder voraus und pirschen sich heran. Freizheit verliert den deutlichen Vorsprung und die Führung.

YCP - Regattabericht Warnemünder Woche

Der Heimweg bei mittlerem Raumwind bietet dann Chancen für alle. Der Spi bleibt die ganze Zeit oben und es wird getrimmt, was das Zeug hält. Beim Zieleinlauf Mittwochmorgen um 3.27 Uhr hat es dann noch für den 3. Platz gereicht, und zwar in ORC3 und über alles. Und ein schönes Gefühl, die Illbruck berechnet geschlagen zu haben, immerhin Sieger einer Weltumseglungsregatta. Da waren die Erbsensuppe und das Freibier im Race-Commitee-Wagen zurück im Hafen genau das Richtige, selbst bei Sonnenaufgang.

Hans Rettberg

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