Piratenfreizeit

Anreise war am 20. März, die Ortstemperatur lag bei ca. fünf Grad über Null, gelegentlich fielen einige wenige Regentropfen und es herrschte ein leichter Wind (2-3 Bft). Etwas ungemütlich - aber soweit ganz gut...

Anreise war am 20. März, die Ortstemperatur lag bei ca. fünf Grad über Null, gelegentlich fielen einige wenige Regentropfen und es herrschte ein leichter Wind (2-3 Bft).  Etwas ungemütlich aber soweit ganz gut, vor allem im Vergleich zu den Vorjahren in denen Sturm bzw. ein zugefrorener See Segeln (nahezu) unmöglich machten.

Nach dem Aufbauen der Boote am Nachmittag war am Abend offizieller Beginn mit einem gemeinsamen Abendessen. Danach ging es gleich los: Ein paar allgemeine Infos und dann folgten Vorstellungsrunden und Ice-Breaker-Spiele um die Anonymität zwischen den zehn Crews zu beenden und erste gruppendynamische Prozesse zu initiieren. Der nächste Morgen begann, wie auch alle folgenden, früh, sehr früh und sehr sportlich. Der Frühsport umfasste Joggen sowie Stretching und Kraftübungen. Es zeigte sich, dass Teile der Gruppe sich schwer taten die nötige Motivation dafür aufzubringen.

Die insgesamt zehn Boote wurden in zwei aufgeteilt und nach dem Frühstück konnten wir endlich das erste Mal aufs Wasser. Die Möglichkeit zur Wasserarbeit bestand die ganze Woche und wir nutzen diese maximal aus. Wir segelten zahllose kurze Up-and-Downs sowie Manöverdreiecke.  Beim Angleichen konnten wir prüfen, wie gut der Trimm unserer Boote ist und welche relative Geschwindigkeit und Höhe wir fahren können. Einen Nachmittag mit 4 und in Böen auch etwas mehr Bft nutzen wir um auf Halbwindkurs gleitend zum Wilhelmstein und zurück zu segeln.

Kenterungen gab es in diesem Jahr selten, nur Eike und Maren wurden von einer Böe ungünstig erwischt und kenternten so, das der Mast im Schlamm des Steinhuder Meeres stecken blieb. Mit Hilfe des Motorbootes konnten sie bald aus dieser misslichen Situation befreit werden und abgesehen von etwas Dreck hat die Kenterung glücklicherweise keine Spuren hinterlassen oder Schäden verursacht.

Auch abseits des Wassers warteten mehrere seglerische und soziale Highlights auf uns. Die alten Hasen wussten was kommen würde, die Debütanten gingen ahnungslos ins Abendprogramm des zweiten Tages... uns erwartete das obligatorische Quizz. Am Dienstagabend besuchte uns Butze und wir hatten die Chance von seiner immensen Erfahrung zu profitieren. Geduldig beantwortete er alle Fragen.

Am Mittwoch dienten wir einer ebenfalls in der Jugendherberge wohnenden Gruppe der Kirche als Probanden. Die Jugendlichen bereiteten sich auf eine Tätigkeit als Jugendleiter vor und testeten an bzw. mit uns die von ihnen vorbereiteten Spiele – eine sehr lustige Sache die zeigte, dass wir als Segler über eine ausprägte Teamfähigkeit verfügen. Auch am Donnerstag kam keine Langeweile auf, denn die Teamer hatten ein gemeinsames Grillen und ein Lagerfeuer für uns vorbereitet.

Christian und Leonie / GER 4471

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