Zielsetzung des SVNRW

Die Zielsetzung des Leistungssegelns auf Landesebene ist die Vorbereitung und Hinführung der Segler in einen Bundeskader. Dies geschieht durch einen behutsamen Aufbau von einer Jüngstenklasse über die Jugendklasse in eine Olympiaklasse.

Im SVNRW werden talentierte und leistungswillige Seglerinnen und Segler in den Fördergruppen und verstärkt in den Leistungskadern gefördert. In die Fördergruppen (FG) werden talentierte Segler mit leistungsbereiter Persönlichkeit und Perspektive auf den Leistungskader berufen. Dem Leistungskader (D-Jugendboot, D-olympisch und DC- Kader) gehören Einzelseglerinnen, Einzelsegler und Mannschaften an, bei denen sich Perspektiven für eine mögliche Aufnahme in einen Bundeskader abzeichnen.

Förderung

Die Förderung eines Seglers durch den SVNRW ist nur bei Erfüllung der unter Punkt 3. aufgeführten Pflichten möglich. Die Aufnahme in eine der Trainingsgruppen des SVNRW ist an formale Kriterien gebunden, die aus den Förderungsbedingungen ersichtlich sind. Die Förderung richtet sich insbesondere auf die Gewährung der erforderlichen trainingsinhaltlichen und organisatorischen Unterstützung für erfolgreiche sportliche Karriereverläufe.

Die Förderung kann beinhalten:

  • Erstellung der Jahresplanung durch den Trainer
  • Trainingsmaßnahmen - Wasserarbeit, Theorie und Athletik
  • Regattabetreuung ganzjährige Trainingsbetreuung und Beratung (Kontakt zu Schulen, Vereinen, Bundestrainern, DSV)
  • in besonderen Fällen auf Antrag Zuschüsse zu den Eigenanteilen der Trainingsmaßnahmen
  • Projektförderung
  • Laufbahnberatung
  • Finanzierung der Sportmedizinische Untersuchung

Förderungsbedingungen

Die Förderungsbedingungen sind auf das Leistungssportkonzept des LSB und das Nachwuchs-Leistungskonzept des DSV abgestimmt.

Abgesehen von möglichen Nominierungen aufgrund von Leistungsergebnissen können Nominierungen auch aufgrund eines Entwicklungskriteriums erfolgen.

Unter das Entwicklungskriterium fallen:

  • menschliche Eignung (Zielorientiertheit, Selbständigkeit, Disziplin, Wille, leistungssportliche Einstellung und Lebensführung, Fleiß, mentale Leistungsfähigkeit, kreatives Problemlösungsverhalten, Durchhaltevermögen, organisatorische Fähigkeiten)
  • Körperliche und soziale Eignung für die jeweilige Bootsklasse
  • Körperliche Leistungsfähigkeit / Gesundheit
  • ideelle, praktische und finanzielle Unterstützung von Eltern und Verein schulische Vorraussetzungen
  • (zukünftige) Trainingsmöglichkeiten und Karriereplanung
  • Geschwindigkeit der bisherigen Entwicklung

a. Talentsichtungsgruppen

Der SVNRW wird in den einzelnen, geförderten Jüngstenklassen Talentsichtungsgruppen einrichten. Diese dienen als Pool, aus dem die Fördergruppen gebildet werden sollen.

b. Fördergruppen

Die Fördergruppen beschäftigen sich mit der Grundlagenausbildung und dem Grundlagentraining. Vorraussetzung für die Berufung in eine der Fördergruppen ist die Bereitschaft zu kontinuierlichem Training und eine positiv einzuschätzende Perspektive.

Fördergruppe Optimist I
Richtalter: 10 - 13 Jahre
Höchstalter: 14 Jahre
Leistungsbezug: Nominierung aufgrund Entwicklungskriterium
Trainingsziel: Umfassende Grundlagenausbildung
Größe: max. 8 Fördergruppe

Optimist II
Richtalter: 11 - 13 Jahre
Höchstalter: 14 Jahre (U 15 bei Umstieg in eine Jugendbootklasse!)
Förderdauer: max. 2 Jahre
Leistungsbezug: erste 25% beim Goldenen Opti oder Nominierung aufgrund Entwicklungskriterium
Trainingsziel: Umfassende Grundlagenausbildung und Grundlagentraining
Größe: max. 8 (Gesamtgröße: 12 inkl. Gäste)

Fördergruppe Umsteiger Jugendbootklasse
Klassen: 420er (w + m), Laser radial (w + m),
Richtalter: 14 (- 15) Jahre
Leistungsbezug: Nominierung aufgrund Entwicklungskriterium
Vorraussetzungen: Mannschaftsmitglieder mit maximal einem Jahrgang Differenz und für die jeweils angestrebte Position körperlich und sozial geeignet. Umsteiger aus den Optimisten-Fördergruppen werden nur in die Umsteigergruppe übernommen, wenn der Umstieg nach dem U 15 Kriterium erfolgt, d.h. sobald wie möglich nach der IDJüM im Jahr des 14. Geburtstages.
Trainingsziel: Grundlagentraining
Größe max.: Laser radial: 8; 420er: 6 Mannschaften
Förderdauer: max. 1 Jahr

c. Leistungskader

D- Kader "vorolympische Jugendklassen" (ehemals D3)
Klassen: 420er (w + m), Laser radial (w + m)
Richtalter: 14 - 17 Jahre,
Höchstalter 18 Jahre
Leistungsbezug: Platz 1 - 12 der U14-Wertung der vorangegangenen IDJüM bzw. der U 16-, der U 17- bzw. der Gesamt-Wertung bei der DJM; oder Nominierung aufgrund Entwicklungskriterium
Kadergröße max.: Laser radial, RSX: 8; 420er: 6 Mannschaften
Richtförderdauer: 3 Jahre

DC- Kader "vorolympische Jugendklassen"
Klassen: 420er, Laser radial (w + m), 29er
Richtalter: 15 - 17 Jahre,
Höchstalter 17 Jahre
Leistungsbezug: Platz 1 - 3 der U 16-, der U 17- bzw. der U18-Wertung bei der DJM und Platz 1-10 bei dem jeweilig festgelegten internationalen Wettkampf und erfolgreiche DSV-Sichtung. Näheres s. Anhang b oder unter: Kriterien im DSV

D-Kader "olympisch" (ehemals D4)
Klassen: Laser Standard (m), Laser Radial (w), 470er (jeweils m oder w), RSX (w + m), RSX , 49er (m + w), Finn (m), Nakra (mixed) Richtalter: 17 - 20 Jahre, bei Perspektive auf den Bundeskader
Höchstalter 21 Jahre
Leistungsbezug:
17 Jahre: für Laser, 470er, 49er: Platz 1 - 12, RSX Platz 1 - 10 der Gesamt-Wertung bei der DJM der vorhergehenden Jugendklasse
18 Jahre: Laser, 470er Platz 1-12, RSX Platz 1-6 bei der DJoM U19, 49er: Platz 1-6 bei der DM 49erFX U19
19 Jahre: Laser, 470er Platz 1-15, RSX Platz 1-8 bei der DJoM U22, 49er: Platz 1-10 auf der DM 49er/49erFX
20 Jahre: Laser, 470er Platz 1-10, RSX Platz 1-6 bei der DJoM U22, 49er: Platz 1-6 auf der DM 49er/49erFX und jeweils Perspektive auf die Erreichung der DSV Kriterien für C Kader.

Finn, Nakra Platz 1-10 bei der DM oder vergleichbarer abzustimmender Wettkampf und jeweils Perspektive auf die Erreichung der DSV Kriterien für C Kader.

C -A-Kader (olympisch)
Siehe: Kriterien im DSV

Berufung

  • Eine Berufung für eine Trainings- oder Kadergruppe erfolgt erst aufgrund einer Bewerbung des Seglers/der Seglerin an den SVNRW, die für die Optimisten Klasse bis zum 1.6. und für alle anderen Klassen bis zum 1.8. eines jeden Jahres für die folgende Saison vorliegen muss. Die Berufung erfolgt jeweils für ein Jahr.
    • für Optimisten spätestens zum 1.8.
    • für alle anderen Klassen zum 15.9. eines jeden Jahres bzw. nach dem Zielwettkampf, falls dieser später liegen sollte.
  • Über die Berufung in eine Trainings- oder Kadergruppe entscheidet das Gremium aus dem Ressortleiter des Bereichs Leistungs- und Wettsegeln, dem Landestrainer und dem Disziplintrainer anhand von Leistung und Perspektive eines Athleten.
  • Das Gremium kann auch während der Saison Seglerinnen und Segler nachberufen oder ausschließen. Es kann bei begründeten Anträgen über Ausnahmeregelungen für Aufnahme, Förderdauer, Richt- bzw. Höchstalter eines Athleten entscheiden. Ebenso kann er die Gruppengrößen den jeweils gegebenen Erfordernissen anpassen, sowie ein sinnvolles Zusammenlegen von leistungsähnlichen Trainingsgruppen (z.B. die Zusammenführung von Optimist I mit II oder Umsteigegruppe mit D3-Kader der Jugendklassen) anordnen
  • Bei Veränderungen in einer Mannschaft muss der Förderstatus für die neue Zusammensetzung neu beantragt werden.
  • Ein Rechtsanspruch auf Berufung in einen Kader oder eine Fördergruppe des SVNRW besteht nicht

Pflichten der Kadersportler und der Mitglieder der Förder- und Umsteigegruppen

  • Zur Aufnahme in den Kaderbereich des Segler-Verbandes NRW ist es notwendig, dass die Seglerinnen und Segler eine Mitgliedschaft in einem Verein des Verbandes und des DSV nachweisen.
  • Die Teilnahme an einer jährlichen sportmedizinischen Untersuchung ist als Grundvoraussetzung zwingend für das Training in den Trainingsgruppen vorgeschriebenen und selbständig durchzuführen. Der Untersuchungsbericht ist für die leistungsdiagnostische und sportmedizinische Betreuung der Sportler an den Landestrainer weiterzuleiten.
  • Zum Erreichen leistungssportlicher Ziele ist eine systematische Trainings- und Wettkampfplanung erforderlich, die vom Honorartrainer in Abstimmung mit dem Landestrainer erstellt wird. Die Teilnahme an allen Maßnahmen der Jahresplanung ist grundsätzlich verbindlich. Die geförderten Seglerinnen und Segler sind verpflichtet, die vom zuständigen Landestrainer/Landeshonorartrainer vorgelegte Jahresplanung schriftlich anzuerkennen. Die Einhaltung dieser Jahresplanung (auch der Regenerationszeiten) wird durch Honorartrainer und Landestrainer überprüft. Nichtteilnahme ohne begründete Entschuldigung und Absprache mit dem Disziplintrainer kann zum Ausschluss aus der Förderung führen.
  • Der Athlet/ die Athletin verpflichtet sich, alle Entscheidungen, die mittelbar oder unmittelbar auf die Realisierung der vereinbarten sportlichen Leistungsziele Einfluss nehmen, im Vorhinein mit dem Disziplintrainer abzustimmen. Veränderungen, die unmittelbar Einfluss auf die Jahresplanung haben (Mannschaft, Schule, Verein, Verletzungen), sind sofort dem zuständigen Trainer mitzuteilen.
  • Folgende Maßnahmen sind verbindlich:
    • Für Mitglieder der Optimisten-Fördergruppen ist die Teilnahme an der Landesjüngstenmeisterschaft verpflichtend.
    • Für alle U17 der vorolympischen Klassen ist die Teilnahme an der DJM verpflichtend, sofern nicht parallel an einem anderen Zielwettkampf (laut Jahresplanung) teilgenommen wird.
    • Für alle Kadersegler im olympischen Einhand- und Zweihandbereich (D-Olympisch) ist die Teilnahme an der DJoM, für Kadersegler im olympischen Skiffbereich die Teilnahme an der DM verpflichtend. Zusätzlich ist für alle die Teilnahme an der Kieler Woche verpflichtend, sofern nicht parallel an einem Zielwettkampf (laut Jahresplanung) teilgenommen wird.
    • Die Teilnahme bei Einladungen zu Sichtungen des DSV ist verpflichtend.
  • Die Eigenanteile der Maßnahmen sind jeweils halbjährlich nach Rechnungsstellung termingerecht an den SVNRW zu entrichten.
  • Die durch den SVNRW geförderten Sportler/innen verpflichten sich zu einer leistungssportlichen Lebensführung.
  • Die durch den SVNRW geförderten Sportler/innen sind verpflichtet im Sinne der Antidopingbestimmung zu handeln.

November 2013

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