DYC - JoEM in Portugal

Der erste große Höhepunkt für das 470Squad

DYC: 470Squad bei der JoEM in Portugal.

Nach 6 Tagen Vorbereitung in Sesimbra, hieß es für „Usain“ und „Mira“ am Mittwoch (04.07.) „auf zur Vermessung“. Diese verlief zur Freude aller ohne Komplikationen und so konnten wir uns danach mit neuen Segeln zu einer letzten Wassereinheit in der Bucht mit anderen Nationen treffen. Mit diesen fuhren wir dann noch ein paar letzte Trainingsrennen, um ein letztes Mal die Abläufe zu checken und festzustellen, ob die Strecker, Seile und Tampen genau dort wieder angebracht worden sind, wo sie hingehören.

Am selben Tag abends wurde dann auch schon die Meisterschaft bei Sonnenuntergang und mit einem Abendessen am Strand, wo unsere Boote standen eröffnet. Der Strand! Dieser hat uns das eine und andere Mal verzweifeln lassen, da wir mit unseren Slipwagen nur sehr sehr schwer durch den feinen Sand durchkamen. Es brauchte dann auch mal 4 Leute, um das Boot vom Wasser zum Wasserschlauch, Salzbefreiung des Bootes, zu transportieren.

Eingestimmt auf das Event, und mit gut vorbereiteten Booten, hieß es am folgenden Tag  im Practice Race, zu gucken, wie die Wettfahrtleitung ihren Kurs, die Bedingungen, die Wassertiefe (bis über 100m), handhabt. Ergebnis war dann, dass sie das Pin End Boot nicht verankert hatten und es eine ganze Weile dauerte, bis der gesamte Kurs dann endlich lag. Alles in allem aber dann doch nichts Besonderes.

Aufgeregt ging es darauf den Tag dann, nachdem der Start für alle Segler, auch der der 420er, auf 14:00 Uhr verschoben wurde, raus auf das Wasser zum Start des ersten Tages. Dieser startete  auch sofort mit einer Überraschung für das Squad:

Silas und Hjalte erwischten im ersten Rennen sofort die richtige Seite und konnten einen 4. Platz bis ins Ziel bringen. Auch Tjorben und Max starteten mit einem sehr guten 9. Platz in die Serie. So schienen alle mit diesem Rennen mitbekommen zu haben, dass die rechte Seite so gut war, dass ein guter Start gar nicht mal so entscheidend war, man musste nur auf die rechte Seite kommen und dies am Besten als einer der Ersten. Dieses Prozedere beherrschten Tjorben und Max dann fast Par Excel Lance, und schlossen einen 5. Platz, sowie weitere gute konstante Rennen am kommenden Tag an. Silas und Hjalte taten sich in der Hinsicht leider etwas schwerer und konnten aus ihren guten Starts sich ab und zu nicht durchringen, so eine „Alles oder Nichts Aktion“ durchzubringen und rangierten in den Rennen um Platz 20 im Feld.

So kam dann der 4. Regattatag: der Kurs wurde etwas verschoben und auch die Bedingungen änderten sich ein bisschen: So gab es nicht mehr nur eine Seite, die bevorteilt war, sondern der Wind war sehr zufällig und setzte dann zum Beispiel 30 Meter weiter auf dem Wasser einfach aus und man stand komplett still Dieser Tag war es dann auch der, der die Crew der Ger10 (Max/Tjorben) sehr zu schaffen machte und sie kurzzeitig aus dem Medal Race schmiss. Silas und Hjalte hatten auch zu kämpfen, konnten aber dann noch durch Einzelaktionen auf dem Kurs einen 14. Platz ins Ziel bringen. Lagen damit dann allerdings auf dem 16. Platz und Punktemäßig außer Reichweite des Medal Races.

Somit entschied der letzte Tag für Max und Tjorben und auch ein bisschen für das Squad, ob ein Team das Medal Race erreicht. Und der Tag begann dann auch sofort mit einem Ausrufezeichen!

Beide Boote entschieden am Start, nachdem die Ger10 sich freigewendet hatte und Ger27 gut aus dem Start gekommen war: „Jetzt geht es nach rechts“. Natürlich mit Blick auf das Feld „maschierten“ beide Boote dann auf die rechte Seite. Und es sollte sich auszahlen. Am Ende stand nämlich ein Erster (Max/Tjorben) und ein Sechster (Silas/Hjalte) bei den Ergebnissen.

Ungeahnt wie knapp es nun mit den Punkten für Max und Tjorben zum Medal Race war, ging es ins entscheidende letzte Rennen. Dieses begann für die Beiden nicht so gut und so musste sich auch hier wieder freigesegelt werden, um freien Wind zu bekommen. Sie kämpften, ackerten sich durchs Feld und konnten einen 15. Platz ins Ziel bringen. Knapp war es vor dem Rennen und noch knapper war es nach dem Rennen.

Aber es sollte reichen und so war die Freude riesig, als Max und Tjorben am aller letzten Tag als 10. Boot und als einziges deutsches Männerteam im Medal Race starten durften und dort nochmal einen vierten Platz an die Ergebnisse anreihen konnten.

Für Silas und Hjalte, die dann auch ein bisschen enttäuscht auf die vergangenen Rennen geguckt hatten, hat es nicht gereicht und erreichten insgesamt einen 16. Platz overall.

Während dieses Krimis, zumindest hat es sich so angefühlt, gab es in dem Damenfeld ein noch wesentlich spannenderes Bild. Bis zu dem Medal Race am letzten Tag lagen zwei deutsche Teams auf Gold und Silber Kurs. Allein dieses letzte Rennen entschied dann. Es sollte nur für ein Team reichen:

 Gold für unsere Traininspartner Theres Dahnke und Birte Winkel. An die gehen natürlich unsere außerordentlichsten Glückwünsche für diese phantastische Leistung und macht uns stolz.

Insgesamt muss man, auch wenn Silas und Hjalte etwas geknickt waren, sehen, dass es, auch im Blick auf die Leistung im vergangenen Jahr und dass die Teams jetzt ein dreiviertel Jahr zusammen segeln, eine sehr gute Performance von beiden Teams.

Klar gibt es auch jetzt wieder Punkte an denen gearbeitet werden muss, aber die Leistung spricht auf jeden Fall für das 470Squad.

Verschnaufen ist nicht angesagt, sondern den Fokus ausrichten: weiter geht es für uns im August auf der JoWM in Italien – drückt uns weiterhin die Daumen.

Hjalte Studt

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