Princess Sofia Trophy

Wie immer im Frühjahr, waren wir auch dieses Jahr von Februar bis April auf Mallorca, um uns für die Saison vorzubereiten. Nicht immer konnten wir, aufgrund der Wetter – und Windbedingungen segeln, aber im 3. Block konnten wir sogar an zehn von zehn Tagen unser Training absolvieren und uns auf die Princess Sofia Trophy vorbereiten.

Mit 1156 Seglern auf über 800 Booten kam dieses Jahr die wohl größte Princess Sofia Trophy zusammen. Bei uns im 470er Herrenfeld sind 79 Boote aus aller Welt gemeldet gewesen – auch die absolute Weltspitze war am Start. Für uns war es die erste größte und hochkarätigste Regatta des Jahres, wenngleich der wichtige „Jahreshöhepunkt“ die Junioren WM sein wird. Außerdem war es die dritte Regatta in der neuen Aufstellung, daher hüteten wir uns vor einem Ergebnisziel, versuchten in jeder Wettfahrt das Gelernte zu zeigen und uns dem internationalen Vergleich zu stellen.

Das „Gelernte“ ist nach dem Umstieg für Max und Hjalte an die völlig neuen Positionen bereits erstaunlich groß, so fahren beide Teams im Vergleich zu den nationalen Trainingspartnern ohne Probleme mit und auch der Weg "zurück" an die nationale Spitze ist nicht mehr weit – unser vorzeitiges Resümee zum Tausch, den man auch als „Zeitinvestment“ sehen kann, fällt sehr positiv aus. Als Sparringsteam haben, wir, wenn es nun wieder an die feinen Dinge im 470er geht, die besten Voraussetzungen und können sehr davon profitieren, dass beide Schiffe (nach etwas Arbeit) vergleichbare Markierungen, Masten, Segel, Schwerter usw. haben und auch die Teams im gleichen Gewichtsrahmen liegen. Wer bereits eine 'professionelle' Kampagne gesegelt hat weiß, dass ein verlässliches Team sehr viel wert ist - wir wissen über die Vor- und Nachteile der Partner, fast immer welcher Trimm auf dem anderen Schiff eingestellt ist und können, wenn es mal nicht so rund läuft, nach dem Training eine Runde zu zweit angleichen, um die beste Fahrtechnik (oder Trimm) zu finden oder erstmal zu kopieren…

Und dann begann die Regatta Wir hatten Tage mit viel Wind, Tage mit wenig und Tage ohne Wind. Wir hatten Sonnenschein und Regen. Drehende Winde um 70 Grad und natürlich Welle. Eine steile Welle oder Wellen, die nicht aus der Windrichtung kamen und auch plattes Wasser. So war es auch für uns ein auf und ab - der Ergebnisse und der Gefühle. Der sehr leichte und böige Wind und die steilen Welle am ersten Tag und vielleicht doch der Respekt an der Startlinie durch die neue Konstellation, ließen uns am ersten Tag nicht die erhofften Plätze einfahren. Unser Ziel war es auch nicht gleich vorne mitzufahren und so war die Platzierung in der Silbergruppe auch keine Enttäuschung für uns. Wir versuchten unser Erlerntes in jeder einzelnen Wettfahrt umzusetzen. Und so freuten wir uns über jede gelungene Kreuz und jeden Vorwärtsgang, der gut lief. So war Tjorben mal Erster an der Luv Tonne oder Hjalte mal Vierter an der Tonne, jeder einzelne Schlag in jeder Wettfahrt war für uns Learning by Doing in einem Weltklassefeld. Tjorben gelang es auch einen 3.Platz ins Ziel zu segeln und wir finden uns im Gesamtergebnis auf Platz 52 und 62 wieder. Wir haben viel gelernt und nehmen einen Sack voll Erfahrungen mit.

Wir wissen, woran wir arbeiten müssen unsere Hausaufgabenhefte sind voll und wir haben festgestellt – es ist nicht so einfach jeweils nach 6 gemeinsamen Jahren die Teams und auch teilweise die erlernten Positionen zu tauschen. Aber wir arbeiten daran und eins ist klar: der Weg ist steinig, lang und hart, aber wir gehen ihn weiter! Denn man darf nicht vergessen: ein Mathew Belcher sitzt schon 17 Jahre in diesem Boot – Erfolg kommt nicht über Nacht. Jetzt sind wir wieder in Kiel, denn es gibt auch noch ein Leben neben dem Segeln – die Uni , von irgendetwas muss man später schließlich auch mal leben können

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