SVNRW-Bic-Techno Training

Kooperation vorangetrieben

Um in Zukunft weitere Surf-Trainings anbieten zu können, sollten die Landesverbände mehr kooperieren. Erstmalig fand dieses Jahr dort in Surendorf ein länderübergreifendes BIC-Techno Training statt

Eine "bunte Truppe" zeigt den Weg zu mehr Kooperation

ein kleines Fleckchen Erde in der Eckernförder Bucht, zeigte sich von seiner ruhigen Seite. Der Wind versprach am Anreisetag noch viel, enttäuschte uns aber bis zum nächsten Wochenende: bis auf den darauffolgenden Samstag und den windigen Sonntag kratzte dieser lediglich ab und zu an der 10-Knoten-Grenze. In der Konsequenz gab es Blasen und Muckis für das Team „Race“, wie wir von den Nordwindlern genannt wurden; Letztere in dieser Woche als Team „Fun“ unterwegs.

Nachdem am Sonntag den 14. August alle Sportler aus NRW, dem Saarland, Hamburg und Berlin eintrafen, haben wir entschieden, schon aufs Wasser zu gehen. Sonnenschein und ein konstanter 4er aus West luden dazu ein. Am Montag starteten wir traditionell mit dem Morgenprogramm. So hatte ich um 7:30 Uhr das große Vergnügen, Oli Wöll, Eike Drawe, Lorena Lautenbacher, Felix Kupky, Silvana Hoffmann, Nadia Jabloński, Robert Schlockwerder und Finn Kerwien zu wecken, und sie joggenderweise zum Strand zu scheuchen. Auf diese Weise wurde eine muntere Truppe noch aktiver. Beim gemeinsamen Frühstück, Mittag- und Abendessen ging es immer hoch her, auch dank unseres Maskottchens Freddy - einem Hobie-Cat-Seglerjungen - der nicht eine Sekunde stillhalten konnte.

Um 10 Uhr bauen wir auf und lernen die sympathische Mädchentruppe aus Schleswig-Holstein (SH) kennen, die auf dem Bic Techno mit Steffi Schwarz vor Ort trainiert. Obwohl die Mädls sich selbst als Team „Fun“ bezeichneten und immer betonten, dass sie keine großen Ambitionen hätten, waren sie bei den gemeinsamen Einheiten konzentriert und motiviert. Auch die über Nordwindl angemeldeten Sportler Robert (Hamburg) und Finn (MP) schlossen sich unserer Trainingsgruppe an. Thorsten Wöll kümmerte sich mit viel Geduld um die Regatta-Rookies Lorena, Sylvana und Robert, die in den Wettkampfsport reinschnuppern wollten. Alle anderen haben in zwei täglichen Einheiten, die mal länger und windbedingt mal kürzer waren, von Montag bis Freitag gezeigt, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Logischerweise waren die Trainingsinhalte aufgrund der Flaute begrenzt: Kreuz- und Startpumptechnik bei 0-7 Knoten, Manöver und Spielformen, aber auch das „Wellenreiten“ auf dem Downwind bei wenig Wind. Windlose Stunden wurden mit zu Fachdiskussionen ausartenden Theorieeinheiten und kleinen Tow-in-Sessions gefüllt. Erfreulicherweise konnten wir in der großen Gruppe viele Starts und Mini-Races üben.

Nach 5 Tagen Schwachwind und Beachwetter kam der böige Wind am Samstag zum Regattastart recht überraschend, und bereitete am Anfang leichte Technikprobleme. Am Samstag kämpften sich unsere Sportler durch 4 Wettfahrten bei ablandigem, stark böigem Wind zwischen 9 und 18 Knoten und am auch am Sonntag fuhren wir 3 Races. Diese gestalteten sich ebenfalls tricky, da der Wind zwar aufdrehte, jedoch sehr oft drehte. Taktisch sehr interessant. Hier sehe ich auch großes Verbesserungspotential bei den Rookies! Sehr erfreulich war ein Kommentar der Kids, bezüglich ihrer Fitness und Wachsamkeit während der Regatta: "Ich glaube wir hätten Samstag und Sonntag auch Frühsport machen sollen". Endlich! Ich wünsche allen, die zur WM an den Gardasee fahren viel Erfolg!

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