Rückenwind für Kiel-Schilksee als olympischen Segelstandort
Der Segler-Verband Nordrhein-Westfalen setzt auf Kiel-Schilksee – für beste sportliche Bedingungen, nachhaltige Strukturen und ein gemeinsames olympisches Erlebnis.
Der Segler-Verband Nordrhein-Westfalen hat seine Unterstützung für Kiel-Schilksee als Austragungsort olympischer und paralympischer Segelwettbewerbe bekräftigt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Schleswig-Holsteinischen Landtag unterstrich der SVNRW seine sportfachliche Position – und stieß damit auf ein breites Medienecho.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Sport sowie weiteren Landesseglerverbänden setzte der SVNRW in Kiel ein deutliches Zeichen für eine länderübergreifende Zusammenarbeit. Inzwischen unterstützen sechs Segelverbände Kiel als möglichen Austragungsort. Über den gemeinsamen Schulterschluss und den „Rückenwind“ für Kiel berichteten unter anderem NDR, YACHT und weitere Medien.
Christoph Zander, Vorsitzender des Segler-Verbandes Nordrhein-Westfalen, machte bei der Pressekonferenz die Haltung des Verbandes deutlich:
„Wenn die Spiele nach Nordrhein-Westfalen kommen, gehören die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe nach Kiel.“
Für den SVNRW ist diese Position vor allem sportfachlich begründet. Kiel-Schilksee bietet ein anspruchsvolles und variables Segelrevier, kurze Wege zu den Regattabahnen, olympisch erprobte Infrastruktur und jahrzehntelange Erfahrung mit internationalen Spitzenregatten. Zugleich ist Kiel mit dem Bundesstützpunkt und den dort gebündelten Strukturen fest im deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssport verankert.
Für Nordrhein-Westfalen ist dabei besonders wichtig: Kiel ist längst Teil der eigenen Leistungssportstrategie des SVNRW. Gemeinsam mit den Landessegelverbänden aus Bayern, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurde im Mai 2026 der Grundlagenvertrag für einen gemeinsamen Nachwuchsleistungssportstützpunkt in Kiel-Schilksee unterzeichnet. Ziel ist es, Ressourcen und Know-how zu bündeln und jungen Seglerinnen und Seglern optimale Bedingungen auf dem Weg in den Bundeskader zu ermöglichen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt verbindet den Segelstandort Kiel mit der Olympiabewerbung Nordrhein-Westfalens: Wie bei der Präsentation des Landes NRW gegenüber den olympischen Sportfachverbänden vorgestellt, sind die Seglerinnen und Segler nach Abschluss ihrer jeweiligen Regattaserie eingeladen, in das Olympische Dorf nach Köln zu kommen. Ihr olympisches Erlebnis endet damit nicht nach der letzten Wettfahrt auf der Kieler Förde. Sie können anschließend gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten der anderen Sportarten die Spiele weiter erleben. Auch dieser Aspekt wurde in der Berichterstattung über die Pressekonferenz aufgegriffen.
Für den SVNRW zeigt sich darin die besondere Stärke einer gemeinsamen Lösung: In Kiel finden die Seglerinnen und Segler hervorragende Bedingungen für ihren Sport – in Nordrhein-Westfalen erleben sie anschließend gemeinsam mit den anderen Athletinnen und Athleten Olympia.
Kiel und Nordrhein-Westfalen stehen damit nicht für konkurrierende Interessen, sondern können Partner eines gemeinsamen olympischen Projekts sein. Gleichzeitig würde eine Entscheidung für Kiel vorhandene Strukturen stärken, die dem deutschen Segelsport bereits heute dienen und weit über mögliche Olympische Spiele hinaus genutzt werden.
Der Segler-Verband Nordrhein-Westfalen steht deshalb weiterhin aus sportfachlicher Überzeugung für die Olympiabewerbung Nordrhein-Westfalens – und für Kiel-Schilksee als olympischen und paralympischen Segelstandort.