Stürmische Kehraus-Regatta des SCJ auf dem Rursee
JÜLICH/WOFFELSBACH. – Für das letzte Augustwochenende hatte der Segelclub Jülich e.V. (SCJ) zur jährlichen Kehraus-Regatta mit Sommerfest auf dem Vereinsgelände in Woffelsbach eingeladen. Und wie auch in den vergangenen Jahren waren zahlreiche Regattabegeisterte der Einladung gefolgt. Insgesamt waren 55 Boote mit 108 Seglerinnen und Seglern am Start, die sich auf drei Gruppen verteilten.
Die Piraten stellten dabei 21 Boote, in der Klasse der Vaurien segelten fünf Boote und die übrigen Boote verteilten sich auf die Yardstick-Klassen. 17 Boote segelten davon in der „schnellen“ Yardstick-Klasse (Yardstick ≤110) und 12 Boote in der „langsamen“ Yardstick-Klasse (Yardstick > 110).
Die Bootsbesatzungen hatten dabei mit nicht einfachen Windbedingungen zu kämpfen. Bestand in den vergangenen Jahren gelegentlich die Schwierigkeit, ob überhaupt ausreichend Wind für die Wettfahrten herrschte, so war in diesem Jahr das Gegenteil der Fall. Die diesmaligen Windverhältnisse hätten durchaus für zwei Kehraus-Regatten ausgereicht. Vier bis fünf Beaufort, die sich in Böen bis zu sieben Windstärken steigerten, schufen den Rahmen für ausgesprochen anspruchsvolle und sportliche Wettfahrten. Leider begünstigte der starke Wind auch die eine oder andere Kollision und auch Kenterungen blieben nicht aus. Glücklicherweise hielten sich die Verletzungen dabei in Grenzen.
Nach dem ersten Segeltag und zwei gesegelten Läufen empfing der Segelclub Jülich die Seglerinnen und Segler sowie die weiteren Gäste zum Essen und zur anschließenden Party. Zunächst wurde ausgiebig gegessen, getrunken und gefachsimpelt. Anschließend wurde gefeiert. Die Jugendabteilung hatte dieses Jahr das Motto „Eiszeit voraus! Vor dem Winter Kehraus.“ ausgerufen und passend dazu waren auch einige Partygäste als Schneemann, Pinguin, glitzernde und blinke Eisprinzessin oder elegante Eiskönigin erschienen. Bis spät in die Nacht wurde getanzt und gefeiert.
Am Sonntag ging es dann für die meisten Seglerinnen und Segler wieder auf´s Wasser. Es herrschte immer noch reichlich Wind, wenngleich die Böen nicht mehr ganz so stark wie am Vortag waren. So konnten dann die weiteren zwei der vier ausgeschrieben Läufe gesegelt werden.
Bei der anschließenden Siegerehrung am Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen war die Stimmung bei allen Seglerinnen und Seglern von Nah und Fern bestens. Viel Applaus gab es dabei zunächst für das Regatta-Team um die Wettfahrtleiterin Andrea Buschmann und ihre Stellvertreterin Lisa Hübner, die die Veranstaltung wieder einmal hervorragend vorbereitet und jederzeit im Griff hatten.
Dann ging es an die Ehrungen, bei der ebenfalls viel Beifall für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gespendet wurde, aber natürlich besonders für die Bestplatzierten. Hier gab es im Vergleich zum Vorjahr nur wenig Veränderungen.
Den ersten Platz im großen Feld der Piraten ersegelte sich erneut Tobias Call, diesmal gemeinsam mit Vorschoter Nick Houben, vom ABC. Auch in der Klasse der Vauriens gab es keine Überraschung. Wie im Vorjahr hatte auch in diesem Jahr Martin Lakshmanan vom SCV die Nase vorn, jetzt im Duo mit Femke Speck.
In der Yardstick-Wertung der schnelleren Boote konnten Jörg und Silke Stransky vom YCR wiederum den Sieg auf einer Dyas einfahren. Eine Änderung gab es allerdings in der Wertung der Bootsklasse mit Yardstick >110. Hier ersegelte sich Olaf Just vom ABC auf einem Finn den Sieg.
Veranstalter sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich am Ende einig: Regatta und Sommerfest waren wieder einmal ein voller Erfolg! Alle freuten sich bereits auf die Regatta im kommenden Jahr und hofften, dass der Windgott von dem Windüberschuss in diesem Jahr noch etwas in eine imaginäre Windspardose für 2027 gesteckt hat.
Alle weiteren Infos über den Segelclub Jülich unter: www.sc-juelich.de