Vereine

RTGW Wesel - 12.09.2016

Eike Karthin, der junge Surfer der RTGW, ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass mit dem Umstieg aufs Raceboard die Karriere nicht vorbei sein muss.

Leider steigen im Moment die  wenigsten Sportler auf das RS:X um. Eike kam 2013 in den Sommerferien, kurz vor seinem Griechenlandurlaub zum TVB um sich Unterlagen für einen Surfkurs zu holen. In Griechenland trainierte er dann jeden Tag und legte nach den Ferien die Surfprüfung ab. Von nun an war er für das Surfen infiziert.

Als im Januar 2014 der Standort für Windsurfer eröffnet wurde, gehörte Eike von Anfang an zu den Standortathleten.
Im Frühjahr ging es nach Hyeres, dort machte  Eikes kleine Schwester Saskia den Surfschein um ebenfalls auch in die Regattaszene einsteigen zu können. Mit viel Fleiß und regelmäßigem Training am Standort unter Leitung von Standorttrainer Thorsten Wöll, sowie Trainingseinheiten bei Thomas Kleine, gelang es Eike nach dem Umstieg aus der BIC-Techno Klasse auf das Raceboard 2015 den Titel des Landesjugendmeisters in der Klasse R20 zu holen.
Punktgleich mit seinem Vereinskameraden Niklas Kleine hatte er das Quentchen Glück welches ihm den Sieg bescherte.

Eike surft seit Beginn der Saison 2016 mit Niklas Kleine, Jan Wilde und Olivia Wöll erfolgreich im Team für die RTGW.
Eike wollte nach dem Abitur wissen wie sich eine internationale Regatta anfühlt ,so wünsche er sich die Reise nach Brest zur Europameisterschaft der Raceboarder. Seine Platzierung zeigt, dass nach dem BIC-Techno nicht Schluss sein muss.

Ein toller Erfolg für den 18-jährigem Studenten. Die Laufbahn von Eike ist ein guter  Aspekt für den Ausbau von Aktivitäten in der Raceboardklasse.

Hier sein Bericht mit der Überschrift:

Brest war eine Reise wert!

Ende August reiste ich in die Bretagne, um in Brest an der Europameisterschaft der Raceboarder teilzunehmen. Ich war sehr gespannt auf das, was mich dort bei meiner ersten internationalen Regatta erwarten würde. Hatte ich genug auf dem Auesee in Wesel und in den knapp 4 Wochen auf dem Meer in Griechenland trainiert? Denn meinen Surfschein habe ich seit Ende 2013 und es ist erst meine 3. Saison im Surfsport.

Samstagabend traf ich in Brest ein und konnte dann am Sonntag und Montag das mir unbekannte Surfrevier zusammen mit den anderen 6 deutschen Teilnehmern aus Hamburg und Berlin erkunden. Nachdem am Montag die Anmeldung und Registrierung des Materials erledigt waren gab es am Abend eine offizielle Eröffnungsfeier. Dienstag nach dem Skippersmeeting hieß es erst einmal „Wir warten auf den Wind“ und am Nachmittag war es dann endlich soweit. Am Ende des Tages gab es 2 Läufe zu verbuchen. Mittwochmorgen - wieder kein Wind. Dann ging es gegen Mittag aufs Wasser. Der erste Lauf wurde gestartet und musste leider aufgrund eines aufziehenden Gewitters kurz vor dem Zieleinlauf abgebrochen werden. Wir Surfer mussten mit Booten an Land geschleppt werden, da sich der Wind vollständig verabschiedet hatte. Abends gab es eine Feier zu Ehren der französischen Olympiateilnehmer.

Der dritte Wettkampftag endet ohne einen einzigen Lauf. Am Freitag endlcih Wind und es wurden insgesamt 4 Läufe absolviert. Alle Teilnehmer kamen dabei voll auf ihre Kosten. Raceboard fahren machte richtig Spaß! Super Fotos findet man auf Facebook unter „International Raceboard Class“ und auch auf der Eventseite. Der Samstag war auch schon der letzte Wettkampftag und begann, wie sollte es anders sein, mal wieder mit Warten auf den Wind. Der erste Lauf des Tages startete gegen Mittag bei mäßigem Wind.

Doch dann kam alles anders als vorhergesagt. Der Wind wurde so extrem stark, dass viele Starter den dritten und letzten Lauf des Tages nicht mehr beendeten.
Es war eine tolle Veranstaltung mit 90 Raceboarder (darunter 20 Jugendliche !)aus ganz Europa bei der ich wertvolle Erfahrungen gesammelt habe und in der Jugendwertung einen 8. Platz erreichte. Schön, dass meine Eltern und die RTGW mir diese Teilnahme ermöglicht haben.

Eike Karthin

 

 

Vereine

Just Windsurfing Paderborn - 05.09.2016

Just Windsurfing Paderborn ist bei der Raceboard-DM erfolgreich.
 
Die "Internationale Deutsche Meisterschaft" (IDM) 2016 im Raceboard, die "German Masters" und "R20"-Jugendklasse wurden gleichzeitig mit insgesamt 46 Teilnehmern aus ganz Deutschland über 3 Tage hinweg auf dem Dümmer ausgetragen. Viele harte Positionskämpfe, tolle Gleitfahrten und enge Starts machten diese Regatta bei guten Windbedingungen aus. Perfekt getimt kurz vor dem ersten Gewitter am Sonntagmittag Mittag waren dann alle zehn Wettfahrten durch.
 
Fabian Grundmann (ehemals Paderborn) konnte sich bei zunehmendem Wind am Samstag und sehr gutem Wind am Sonntag durchsetzen und konnte seinen Titel int. Deutscher Meister vor Johannes Girke (Berlin) und Frank Spöttel (Chiemsee) verteidigen.  
 
Just Windsurfing Paderborn stellte sieben Aktive: Heiner Homrighausen, der oft in der Spitzengruppe zu finden war, wurde am Ende Zehnter bei der IDM und konnte sich über den Sieg in der Masterklasse M55 freuen. Sein Teamkollege Matthias Reimann versuchte in seiner Spur zu folgen, musste sich am Ende aber mit Platz 23 (IDM) und dem fünften Platz M45 zufrieden sein. Anna-Lena Otte belegte den 28. Platz (IDM) und wurde dritte Dame. Die vier jugendlichen Starter, von den Zwei zum ersten Mal bei einer DM dabei waren,  legten besonders ihr Augenmerk auf die R20-Jugendwertung. Hier konnte Florian Schwede den dritten Platz hinter Jonas Kuhlmann (Bruckhausen) und Hauke Folger (Hamburg) erreichen. Richard Sprenger lag bei seinem Raceboarddebüt nach fünf Wettfahrten bis zu seinem verletzungsbedingtem Aufgeben auf einem Podiumsplatz. Eike Drawe wurde bei seiner ersten DM Siebter im R20-Feld, Jan Wille landete auf dem neunten Platz der Jugendwertung.
 
Bild (v.l.n.r.) Florian Schwede, Richard Sprenger, Jan Wille, Eike Drawe, Anna-Lena Otte, Matthias Reimann und Heiner Homrighausen

Matthias Reimann

Vereine

Segel-Club Rhein-Sieg e.V. - 02.09.2016

Neue Segel-Jugendgruppe im SCRS und CfWP

Anfang Oktober kann die neue Jugendgruppe „Junge Optimisten“ endlich starten. Angesprochen sind Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 12 Jahren, die sich für das Segeln auf Optimisten-Jollen interessieren und den Umgang mit diesen Booten lernen möchten. Die Gruppe soll sich wöchentlich zu einem festen Termin durchgehend über das ganze Jahr treffen. Dabei werden neben dem praktischen Segeln auch die Theorie vermittelt, so dass am Ende die Prüfung zum Jüngstenschein des DSV (Deutscher Segler Verband) stehen soll. Neben den nautischen Inhalten können aber auch viele weitere Dinge in Angriff genommen werden, so dass sich eine breite Palette an Freizeitbeschäftigungen auftut.

Natürlich richtet sich das Angebot in erster Linie an diejenigen Jugendlichen, die bereits Mitglied in den veranstaltenden Vereinen sind. Sollten allerdings nicht alle 12-15 Plätze direkt belegt werden, sind auch alle anderen aufgefordert, sich zu melden und ihr Interesse zu bekunden.

„Die größte Schwierigkeit bei der Einrichtung dieser Gruppe ist nicht, Jugendliche als Teilnehmer zu interessieren“, so Johannes Firsbach, Vorsitzender des Segel-Club Rhein-Sieg e.V. (SCRS), „vielmehr galt es zunächst eine befähigte Person für die Leitung dieser Gruppe zu verpflichten.“ Da dieses Hindernis nicht nur im SCRS auftrat, sondern auch im Nachbarverein Club für Wassersport Porz (CfWP), tat man sich hier zusammen, um einerseits das Revier , den Zündorfer Hafen, andererseits das vorhandene Material gemeinsam zum Wohle beider Vereine zu nutzen. „Wichtig für den CfWP ist die Jugendarbeit an sich, nicht sich gegenseitig das Wasser abzugraben. Es wird also gemeinsam etwas Gutes im Sinne der Jugend geschaffen“, beurteilt Marcus Schüler, Vorsitzender des CfWP das Engagement.

Es konnten jetzt gleich zwei kompetente junge Leute gefunden werden, die aus beiden Vereinen kommen: Für den CfWP, Raphael Beneloucif, der als Sportlehrer seine Seminararbeit über die Segelausbildung Jungendlicher verfasst hat, und für den SCRS, Christian Reichelt, der aus dem familiären Umfeld und in der Jugendabteilung des SCRS seine seglerischen Erfahrungen gesammelt hat.

Interessenten wenden sich an die beteiligten Clubs: Für den CfWP an den Vorsitzenden Jugend, Harald Schütten, Email: haraldschuetten@koeln.de, für den SCRS an den Vorstand, Email: info@segel-club-rhein-sieg.de oder an Christian Reichelt direkt unter jugend@segel-club-rhein-sieg.de.

Vereine

Essener Segler-Club Ruhrau e.V. - 31.08.2016

Der Essener Segler-Club Ruhrau e.V.  (ESCR) feierte sein 50 jähriges Bestehen

Am vergangenen Wochenende feierte der ESCR an einem herrlichen Sommertag sein 50. Jubiläum mit viel Prominenz auf dem Clubgelände am Baldeneysee. Die Stadt Essen war vertreten durch den 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek, sowie den Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel und den stellvertretendem Bezirksbürgermeister Wilhelm Bock. Aber auch Vereine und Verbände wollten es sich nicht nehmen lassen, zu diesem besonderen Jubiläum zu gratulieren. Im Schatten des Förderturms „Carl Funke“ brachte schon der Auftakt Gänsehaut-Gefühle: Der Shanty-Chor der Essener Folkeboot-Flotte schmetterte kraftvoll das Steigerlied. Passender konnte man nicht auf die traditionsreiche Geschiche des Segelvereins hinweisen.

Die Essener Steinkohlenbergwerke AG, zu der auch die Zeche Carl Funke gehörte, unterhielt eine „Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung“, die sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Berglehrlinge an Wochenendfreizeiten zu betreuen. Dazu gehörte auch der Sport. 1956 übernahm Franz Nollen die Sportgemeinschaft Segeln und somit war der Grundstein für den ESCR gelegt.

Nachdem das letzte “Glück auf”  verklungen war, begrüßte der ESCR-Vorstand Georg Dietl die rund 90 Gäste herzlich und nahm sie mit auf eine Zeitreise der Vereinsgeschichte. Besonderen Dank zollte er dem anwesenden Gründungsmitglied Franz Müller, der in der diesjährigen MItgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernennt wurde.

Anschließend lobte Bürgermeister Rudolf Jelinek den ESCR, der als kleiner, feiner Verein mit sehr engagierten Mitgliedern viel für den Essener Segelsport erreicht hat und jährlich die internationale Ranglistenregatta “Eiscup” ausrichtet. Dem 84jährigen Ehrenmitglied Franz Müller sprach er seinen ganz großen Respekt aus und endete mit den Worten “Danke, Danke, Danke, lieber Herr Müller.”

Wolfgang Rohrberg vom ESPO sprach eine große Sorge der Wassersportler an: die zunehmende Verkrautung des Baldeneysees.  Er rief alle Verantwortlichen und Beteiligten auf, jegliche Anstrengungen zu unternehmen, um dieses einmalige Sport- und Freizeit-Revier zu erhalten.

Die Vize-Präsidentin des Deutschen Segelverbandes Mona Küppers wünschte dem Verein weiterhin viel Mut, Kraft und Energie für alle Anstrengungen und läutete zum Ende des offiziellen Teils auf der Schiffsglocke die nächsten 50 Jahre ein.

Für  die musikalische Untermalung bei  Fassbier und Buffet sorgte der Shanty-Chor der Folkeboot-Flotte mit stimmungsvollen Einlagen.

Im Rahmen des  46. “Eiscups” – Ranglistenregatta der Olympiajollen – am 5. und 6. November 2016 findet auch die Austragung der Landesmeisterschaft der O-Jollen statt, verkündete Ulrich Haase vom SV NRW und überreicht dem ESCR die Verbandsflagge.

Rosemarie Dittert

Vereine

Segel Club Münster - 30.08.2016

34 Boote mit gut 70 Seglerinnen und Segler nahmen bei Traumwetter am letzten Wochenende an der Seemeister-schaft auf dem Aasee teil. Nicht nur Boote und Crews des Segel Club Münster (SCM)  sondern auch Teams der Segelschule Overschmidt und vom Segelclub Hansa Münster (SHM) nahmen an der offenen Seemeisterschaft  teil. Die frisch gebackene Laser Radial Jugend Europa-meisterin Marlen Mackenbrock vom SCM war ebenso dabei wie Segelanfänger der Segelschule Overschmidt. J70 Racer gingen genauso an den Start wie BM Oldtimer, Segelschulboote und kleine Optimisten. Vom wunderbaren, aber flauen Segelwetter am Samstag über die grandiose internationale Band „sailing conductors“ mit herrlichem Sommerstrandgefühl bis zur den beiden erstklassigen Sonntagsregatten passte alles zusammen, so der erste Vorsitzende des Segelclubs  Andreas Rütter.

Gerade auch die „sailing conductors“ – eine Band zusammen-gestellt von zwei Weltumseglern, die überall auf ihrem Törn von Neuseeland nach Europa  mit Menschen aus vielen Ländern, - zum Teil nur übers Netz-  Musik gemacht hatten und jetzt zu 13 Musikern eine Europatournee im alten US Schulbus gemacht haben, trug mit Ihrer bunten Weltmusik zur gelungenen Sommernachtsstimmung bei.  Die Bandmitglieder kamen aus Deutschland, England, den USA, Indien Fernost und Brasilien. Und so bunt und vielfältig war auch Ihre Musik, die sie am Aasee Ufer  unter dem Bootskran spielten. Die ganze Freitreppe saß voller Zuschauer  und zahllose Abendbummler blieben stehen. Beendet wurde der Abend von einer spannenden nächtlichen Rettungsübung der SCM Jugend a la „Baywatch“.

Klasse Wetter am Samstag und Sonntag und ein bunt gemixtes Teilnehmerfeld  sorgt bei dieser Regatta für ein besonderes Feeling. Von den großen J 70 Rennern  über die BM Oldies, die schnellen Laser, die Schulboote von Overschmidt und SCM  bis zu den Optis hatte jedes Boot eine Chance bei der Seemeisterschaft mit zu segeln.  Am Sonntagmorgen  startete Wettfahrtleiter Carsten Wiegel die, nach langer Nacht noch etwas müden, Segler und ihre Boote zu zwei abschließenden Läufen. Schnellstes Boot war dabei fast immer der J70 Racer Hakvoort 1 der Jugendbundesliga Crew mit Felix Pape am Steuer. Aber nach der ausgleichenden Yardstick Wertung  wurde Thorsten Krug im Laser Standard Gesamtsieger vor Matti Unger, Robert Bleckmann und Christoph Lammers auf einem C55 Schulungsboot. Eine tolle Leistung der Altprofis!   
Bei den BM Jollen siegten Steffen Bersch und  Manuel Stiff vom SHM . Die Barnegat Klasse gewannen Jörg Friedrich/Jonathan Rother/ Benjamin Rother und bei den Optis lag Crispin Bodenhausen ganz vorne.
Es war eine ganz tolle Mischung aus ernsthafter Regatta, Party mit live Musik und  Strandfeeling am Aasee. Da waren sich alle Segler und ihre Gäste einig.

Presse SCM  / Matthias Pape
015116551501       

Vereine

ETUF e.V. Essen - 29.08.2016

Am Wochenende hat die traditionsreiche Optipussi Regatta zum 27. Mal am ETUF stattgefunden. 39 Opti-Kinder zwischen gerade 6 und 12 Jahren fuhren in 2 Klassen auf dem Baldeneysee um die Wette. Dabei zieht die Traditionsregatta segelbegeisterte Kinder aus dem ganzen Ruhrgebiet, aber auch weit darüber hinaus an. Insgesamt 11 Vereine schickten ihre Mitglieder an den Start. Zwei Teilnehmer reisten sogar aus dem südlichen Hessen an. Allein aus Essen nahmen 22 Kinder teil. Kein Wunder: bot der Baldeneysee in der Vergangenheit doch für Kinder aus allen Stadtteilen ideale Einstiegsbedingungen für erste Segelerfahrungen: die Stadt Essen veranstaltet in Oster-, Sommer- und Herbstferien für alle Kinder ab 7 Jahren, die ausreichend schwimmen können, den Segelspielplatz, in dem Kinder spielerisch an Wind und Segel herangeführt werden. So kann jeder zum Segler werden. Der ETUF als einer von vier Landesleistungsstützpunkten NRW fördert die jungen Talente bis hin zu Landes- und Weltmeisterschaften in verschiedenen Bootsklassen.

Am Samstag befreiten die mit Gartenharken und Mistgabeln bewaffneten Vereinsmitglieder und Freunde zunächst die Stege vom schlimmsten Algenbewuchs. Nach kurzer Zeit türmten sich stinkende Berge am Uferweg. Leider musste sogar eine Tonne versetzt werden, weil die Elodea den befahrbaren Raum sehr einschränkt. Am Samstag und Sonntag fanden insgesamt vier Wettfahrten statt. Ein tolles Bild, wie die Segelküken teils mit deutlicher Schräglage ihren Weg durch den Kurs machen! Leider ist der nicht sichtbare Bewuchs unter Wasser teilweise so stark, dass die Boote immer wieder von den Algen befreit werden mussten. Dennoch schafften alle Boote es mit viel Elan ans Ziel und zurück an den Steg. Bei den hochsommerlichen Temperaturen war es kein Wunder, dass die Kinder vor der Siegerehrung noch etwas am Wasser plantschten. Die Teilnahmen in den Klassen B- und C sprechen für die Essener Jugendarbeit. Dabei mussten sie diesmal die vorderen Plätze mit den zugereisten Gästen teilen: In der Gruppe B konnte sich Marco Hensing von der Seglerkameradschaft Essen Heisingen den Gesamtsieg sichern vor Sarah Kempken (Seglergemeinschaft Lohheider See e.V.) und Ariadne Georgiu (Kaarster Segelclub e.V.). In Gruppe C ersegelte sich Nils Jaagup Peters den ersten Rang vor Daniel Imig und Marcus Peinecke (alle ETUF).

Will Essen seinen Ruf als einen der Topsstandorte für Wassersport in allen Altersgruppen  beibehalten und wie in der Vergangenheit Landesleistungsstützpunkt und Gastgeber nationaler und internationaler Wettbewerbe sein, muss die Stadt Essen mit den Beteiligten alles daran setzen, dass die Kulturlandschaft Baldeneysee erhalten bleibt und auch 2017 wieder Regatten stattfinden können. Sonst wird es selbst für die Kleinsten nicht mehr reichen.

Markus Kaatze

Vereine

Segel-Club Rhein-Sieg e.V. - 26.08.2016

Gratulation an alle neuen Führerscheininhaber
Mit den praktischen SKS-Prüfungen (Sportküstenschifferschein) schließt der Segel-Club Rhein-Sieg e.V. die Ausbildungssaison 2015/2016 mit hervorragendem Ergebnis ab. Die hohe Teilnehmerzahl machte es erforderlich, insgesamt 5 einwöchige Ausbildungstörns in der Ostsee und der Dänischen Südsee durchzuführen, die jeweils mit der praktischen SKS-Prüfung in Kiel abschlossen.


Über 70 Teilnehmer wurden in allen angebotenen Kursen ausgebildet. Dabei wurde ein weites Spektrum rund um das Segeln und Motorbootfahren abgedeckt: SBF-Binnen (Sportbootführerschein) unter Segel und Motor, SBF-See und SKS, Fachkundenachweis Seenotsignalmittel (FKN) und Funkscheine SRC (Short Range Certificate) und UBI (UKW-Funk Binnen). Bei allen Kursen, die mit einer amtlichen Prüfung abschlossen, konnte der SCRS auf eine Erfolgsquote von über 95 % erreichen. Dieses gute Ergebnis ist auf die fundierte theoretische und praktische Ausbildung zurückzuführen, die von langjährig erfahrenen Mitgliedern des SCRS in ehrenamtlicher Tätigkeit und in der Hauptsache auf clubeigenen Booten durchgeführt wird. Grundsätzlich steht bei den Ausbildungsvorhaben des SCRS neben dem Spass am Segeln das Hinführen zur verantwortungsvollen Schiffsführung im Mittepunkt– getreu dem Motto „Spaß am Segeln – mit Sicherheit“.

Zusätzlich wurden auch wieder ein Spleisskurs zum fachgerechten Umgang mit Tampen und Seilen und ein Basiskurs Niederländisch angeboten, da viele der seglerischen Aktivitäten im Nachbarland Niederlande ausgeführt werden.

Alle Teilnehmer an Führerscheinkursen werden automatisch als Mitglieder in den SCRS aufgenommen, um ihnen schon vor aber insbesondere auch nach bestandener Prüfung das Netzwerk und Einrichtungen des Clubs als Mitglieder zu günstigen Konditionen nutzen zu können. Schließlich ist ja bekannt, dass die erworbenen Fähigkeiten durch ständige Übung weiter zu verbessern sind, um ein Schiff tatsächlich sicher führen zu können. Der SCRS bietet dafür an seinem Stützpunkt in Ophoven an den belgischen und niederländischen Maas-Seen die Möglichkeit auf ca. 20 clubeigenen Booten zu segeln und für diejenigen, die nicht gleich wieder nach Hause fahren wollen, Übernachtungsmöglichkeiten in den 2 ebenfalls clubeigenen Mobilhomes „Lion“ und „Bonna“. Auf den Seglerabenden jeweils am ersten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr in der Ratsstube St. Augustin können Erfahrungsaustausch gepflegt und Kontakte zu anderen Seglern geknüpft werden, um an günstige Mitsegelangebote auf seegehenden Yachten in vielen attraktiven Revieren zu gelangen.

Die neuen Kurse für die Ausbildungssaison 2016/2017 starten mit Info-Abenden am 27.10.2015 für die Funkkurse, am 05.10.2015 für den SBF-Binnen-Kurs und am 06.10.2015 für den SBF-See/SKS-Kurs. Die Kurse finden im Berufskolleg Siegburg, Gebäudeteil C, Hochstrasse 1 in 53721 Siegburg gleich hinter dem Bahnhof statt und starten jeweils um 19:30 Uhr.

Ansprechpartner ist der Ausbildungswart des SCRS: Jürgen Albrecht Email: ausbildung@segel-club-rhein-sieg.de oder Tel.: 02223 298330.

Vereine

Düsseldorfer Yachtclub - 17.08.2016

Der DYC strebt in der ersten Deutschen Segelbundesliga auf dem Wannsee den Platz zwölf oder besser an
Der Steuermann des Düsseldorfer Yachtclubs (DYC) geht von Bord, aber nur für die Meisterschaftsregatta der ersten Deut-schen Segelbundesliga (DSBL) auf dem Berliner Wannsee (19. bis 21. August). Jan-Philipp Hofmann, in Personalunion Sportlicher Leiter und zugleich einer von drei DSBL-Steuerleuten des DYC, überlässt die Pinne in der vierten von sechs Meisterschaftsregatten der Saison 2016 Julius Schrader. Aus der NRW-Landeshauptstadt sind in der Bundeshauptstadt Timon Treichel, Mathias Weidenbach und Philipp Schrader mit an Bord der Bundesliga-Einheitsyacht J70. „Mit Julius und Mathias haben wir zwei ganz routinierte Bundesligasegler an Bord. Die Brüder Julius und Philipp kennen sich natürlich in- und auswendig und verstehen sich bestens. Und mit Timon kommt ein ganz junger Segler, der wahrscheinlich neue Ideen ins Team bringt“, erläutert Hofmann. „Ich glaube, dass wir in Berlin genau die richtige Mischung aus Erfahrung und Ju-gend einsetzen.“

Dass auch die Jugend versteht, die Segel richtig zu setzen und den besten Kurs zu wählen, bewies der 19-Jährige Treichel zuletzt im 505er, als er sich die Junioren-Weltmeisterschaft in dieser Bootsklasse sicherte. In der DSBL soll es für die DYC-Crew unter den 18 Erstligisten auf dem Wannsee mindestens zu Platz zwölf reichen. Damit würden die Düsseldorfer in der Tabelle weiterhin vor den direkten Abstiegsplätzen (16 bis 18) und den Relegationsplätzen (13 bis 15) her segeln. Derzeit ist der DYC mit 24 Punkten Tabellensechster und hat 19 Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Aber sicher ist noch nichts, denn der Segel- und Motorboot Club Überlingen hat als Fünfter nur einen Zähler Vorsprung und der Berliner Yacht-Club weist als Siebter ebenfalls 24 Punkte auf, hat aber am Wochenende Heimvorteil.

Um diesen Vorteil etwas zu minimieren, setzte der DYC auf dem Wannsee ein Trainingslager an. „Es waren auch viele Schiffe von DSBL-Konkurrenten auf dem Wannsee, so dass man viele Situationen, die in den Liga-Regatten vorkommen, simulieren konnte“, erklärt Hofmann. Während des Trainingslagers haben die Düsseldorfer bei Philipp Schrader gewohnt. Er wohnt seit dem Studium in Berlin. „Aber er wohnt in einem anderen Berliner Stadtteil. Zum Wannsee muss man einmal quer durch die Stadt und das kann ja dauern“ so Hofmann. Um morgens schneller bei den Meisterschaftsrennen zu sein, haben sich die DYCler für das Wochenende in der Nähe der Regattabahn einquartiert.

Wegen der derzeit guten Tabellensituation kann der DYC vergleichsweise entspannt in Berlin auf die Boote steigen. „Wir müssen nicht wie im letzten Jahr mit aller Gewalt nach vorne fahren. Zu entspannt, dürfen sie es aber auch nicht angehen. Das wissen die Jungs aber und ehrgeizig sind sie ohnehin. “, so der Sportliche Leiter. Er wird die gesamte Berliner Meister-schaftsregatta live im Internet mit verfolgen und jederzeit fernmündlich zur Verfügung stehen. „Ich glaube aber nicht, dass sie mich brauchen und hoffe, dass ich dann am Sonntag zum guten Abschneiden gratulieren kann“, meint Hofmann.